Dienstag, 1. April 2014

Morgens wird bei Liese ein MRT gemacht. Erst gegen 10:00 Uhr ist sie wieder auf der Intensivstation und wir bei ihr. Sie freut sich so sehr, sie lacht und wir machen Späße, müssen aber gleich wieder einen Gang zurückfahren, da sie wieder raus will. Wir dürfen sie noch nicht hochnehmen, erst wenn der größte Teil der Kabel ab ist. Also singen wir ihr was vor, bis sie einschläft. Sie schläft noch viel, ruht sich aus, das ist gut. Wir werden zum Gespräch gebeten, eine Auswertung des MRT’s gibt es leider noch nicht, vielleicht am Nachmittag, der Neurochirurg ist in einer neuen OP. Und es wird noch ein Verdacht auf eine andere Erkrankung geäußert, deren Symptom unter anderem das Optikusgliom ist. Wir unterschreiben die Einverständniserklärung der gentechnischen Untersuchung auf Neurofibromatose Typ I und II. Der Gedanke kommt hoch: Was denn noch alles??? Männe muss mich aufbauen, alles wird gut. Er lenkt mich ab, versucht zu verdrängen, sie hat sonst keine anderen Symptome. Alles hängt nun ab vom Befund. Das kann jetzt noch gut eine Woche dauern.



Wir erfahren heute nicht, wie das MRT gelaufen ist, also wieder warten. Unsere Kleine darf aber nun zum ersten Mal wieder selber was trinken, wir haben extra ihre Flasche von zu Hause mitgebracht, sie trinkt gut, hält selbstständig wie immer, und schläft wieder ein. Vielleicht darf sie bald selbst wieder essen.

Die Seelsorgerin kommt, das tut gut, sie spricht mit uns, hört sich die neuen Diagnosen an, wir sprechen ein Gebet. Das gibt Kraft, uns beiden. Lieschen schläft und wir fahren nach Hause.

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