Mittwoch, 26. März 2014

Natürlich haben wir keine Antwort bis um 3 erhalten, auch keine Antwort bis 7 Uhr heute, erst gegen Mittag dann, die OP wird abgesagt und auf Montag verschoben... Noch länger warten für uns, und wir können nichts tun, als es einfach annehmen. Es ist auch verständlich warum. Die Ärzte der Kinderstation möchten, dass sich der Neurochirurg optimal vorbereiten kann. Da er bis vorgestern noch in den USA weilte, ist ihnen das einfach zu wenig Zeit dafür. Und natürlich ist es auch in unserem Interesse, dass Liese einen bestens vorbereiteten Chirurgen für die OP hat.

Ich hatte einen Tag Urlaub und wir haben den Tag im Krankenhaus verbracht. Wir sind schön spazieren gegangen mit Liese. Es war zwar kalt und windig, aber herrlichster Sonnenschein, der uns allen gut getan hat. Mittags haben wir alle zusammen Mittagsschlaf gemacht. Bei einem Gespräch mit den Ärzten haben wir erfahren, dass sie den gleichen Verdacht auf Tumor haben wie wir Eltern. Kraniopharyngeom. Wir hoffen sehr, dass der Befund nach der OP das auch ergibt. Denn auch wenn es trotzdem sehr kritisch ist und mit lebenslangen Folgen zu rechnen ist, ist es doch ein gutartiger Tumor (wird sogar eher als Fehlbildung angesehen als Tumor).

Am Nachmittag trafen wir uns mit der Pastorin der Krankenhaus-Kapelle. Wir hatten uns gewünscht, dass Liese einen Segen vor der OP erhält. Die Pastorin hat es sehr nett gemacht. Die Kapelle wurde zugemacht, so dass wir auch nur zu viert und ungestört waren. Ein Lied wurde gespielt, da brachen bei Männe und mir die Dämme und wir saßen mit Tränen in den Augen da. Liese bekam einen Segen und wir zündeten eine Kerze für sie an. Auch wir Eltern wurden gesegnet und es wurde gebetet, für Liese, für die Ärzte und Schwestern, die an der OP beteiligt sind und auch für uns Eltern, damit wir die Kraft und Energie erhalten, die wir brauchen. Zuletzt sangen wir ein Lied zusammen. Es war sehr schön.

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